21 Juli 2011

Die Welt in einem CM

Zwischen den Rhodedendron-Büschen wächst ein artfremder Zweig, den ich eigentlich schon längst entfernen sollte (sagte meine Chefin). Nun hab ich ihn mir mal angesehen und fand Erstaunliches, was mich zur Kamera greifen liess. Da rasen ein, zwei Ameisen den Stamm rauf und runter und inspizieren jeweils die Blätter. Zu anderen Zeiten können es auch wesentlich mehr Ameisen sein. Was diese Ameisen kontrollieren sind Gallen an den Blattschäften. Da es sich wohl um eine Sauerkirschart handelt, zwei tragende Bäume stehen nebenan und haben gleiche Blätter.  Ich vermute, dass es sich um Gallen der Gallmilbe handelt und scheinbar sondern die eine Flüssigkeit aus, auf die die Ameisen scharf sind.



Beim Versuch, die Tierchen bei ihrer Arbeit abzulichten, kam mir der Gedanke mal die Geschwindigkeit von Ameisen, mit Hilfe einer Fotostrecke, zu messen. Daher sieht man auf dem Foto noch die mm-Skala. Leider klappte es ganz und gar nicht. So konnte ich nur aus einzelnen Bildern die Größe der Tierchen und Gallen annähernd bestimmen. Man sieht auch den deutlichen Größenunterschied der Tierchen zu einander. Außerdem sieht man 10 Minuten später vom ursprünglichen Tropfen, auf der Galle links oben, nur noch einen kleinen Rest.

Mittlerweile habe ich den Zweig entfernt. Keine Ahnung, wo die Ameisen geblieben sind, war für die sicherlich ein gewaltiges Beben mit Wirbelsturm und wer sich nicht rechtzeitig auf andere Zweige retten konnte, geriet nun auf einen Horrortrip durch den Häcksler. Ich frage mich, wo ist da der 'liebe Gott'?

20 Februar 2011

Kommt ein Vogel geflogen...

... setzt sich nieder auf einen Ast, hört das Geklacker der Kamera - schlimmer als ein Maschinengewehr - und fliegt erschreckt davon. Das alles in weniger als einer halben Sekunde!

Hauptsache die Blaumeise hat sich dabei nicht verschluckt.

Hier will ich bleiben...

...immer dieser Lärm in der Mittagspause!

Ist ja nicht aus zu halten...

...bloß schnell weg!

30 Juni 2010

Kampf gegen Fressmaschinen

Jedes Jahr erfreut uns der Anblick des wüst wachsenden Gilbweiderichs unter einer Zeder. Doch dieses Jahr ist der Wurm drin, bzw. die Afterraupe. Mit einem unermesslichen Appetit fressen diese, an sich ja niedlich aussehenden Tierchen, die Blätter des Gilbweiderichs. Zuerst nagen sie nur Löcher in die Blätter, während sie auf der Unterseite der Blätter ihre Verdauungspause im eingerollten Zustand verbringen. Nur der Mors ragt aus dem Kringel empor. Sobald sich die Sonne eintrübt oder in den Dämmerungen fangen sie mit der Fressorgie an. Werden die Blätter bewegt fallen die Raupen eingekringelt auf den Boden. Abgeschüttelt am Boden liegend, wird nach kurzer Pause wieder der Aufstieg in das nun löchrige Blätterdach genommen und das große Fressen geht weiter.

Irgendwann im Juli sollen sie sich dann verpuppen und nach diesem Stadium entsteht dann als Imago die minierende Blattwespe der Gattung Monostegia abdominalis. Diese legen dann die befruchteten Eier an den Blattstengeln ab und das Spiel beginnt von vorn.

Zum Schutze des Gilbweiderichs habe ich bisher keinen besseren Rat als, einige Tage lang absammeln (und ers...). Es werden noch genügend übrig bleiben, die sich verpuppen können.

Warum haben eigentlich Vögel oder andere Viecher auf diese Quälgeister keinen Heißhunger?

31 Mai 2010

Übermüdeter Jäger - Vierfleck

Gegen Abend entdeckte meine Frau eine Libelle im Gras. Aufgeregt rief sie mich und lockte mich damit vom Computer weg. Ich ahnte das es da was Interessantes zu sehen gab, schnappte die Kamera und folgte ihrem Zeigefinger: "Da, da ist was Grosses!".
Vorsichtig näherte ich mich, erkannte eine mir nicht bekannte Libellenart. Jetzt wurde ich hektisch. Bevor sie sich erhob und davon schwebte, wollte ich wenigstens ein paar Bilder haben. Die Kamera hatte noch Weitwinkel-Konverter drauf. Egal, den wollte ich nicht abnehmen, um keine Zeit zu verlieren. Nach jeder Aufnahme wagte ich mich ein bißchen näher ran. Das Tier störte es nicht. Aber so richtig bekam ich sie nicht ins Bild. Immer mutiger werdend, schob ich der Libelle vorsichtig ein Blatt unter und verfrachtete das Tier auf einen Zweig, an dem sie dann bis zum nächsten Morgen hängen blieb. Jetzt konnte man auch die Zeichnung der Flügel viel besser erkennen. Nun hatte ich auch genügend Zeit für einen Objektivwechsel und holte die Makrovorsatzlinse (Raynox 250, Bild Mitte)  raus.

24 Mai 2010

Rapsblüte im Mai




Es ist noch empfindlich kühl, jedenfalls gegen Abend. Dafür ist die Luft klar. Jetzt blühen die Rapsfelder im leuchtenden Gelb.

Aus mehreren Einzelbildern entsteht dann auch das Panoramabild, das ich dann auch in den Blog-Titel mit hinein gesetzt habe.

29 Januar 2010

Eichhörnchen Roger's Kampf mit dem Feudel

Während einer TV-Übertragung des Australian Open Halbfinal-Matches Roger Federer gegen den Franzosen Jo-Wilfried Tsonga (Endstand 6:2, 6:3, 6:2) machte sich vor unserer Terrassentür ein kleiner Geselle zu schaffen. Er suchte wohl etwas Wärmendes für sein Nest. Ist das ein Zeichen, dass die Kälte länger andauert? Nach einigen Fotos erinnerte ich mich, dass es auch eine Video-Funktion an meinem Apparat gibt. Also hab ich es mal probiert.


Die Euphorie des TV-Sprechers war ihm wohl doch etwas zu heftig und er verzog sich, ohne wärmenden Feudel, auf seinen Baum.
(Bei GMX kann ich bis zu 1GB/Video hochladen, toll wa?)

Wir hatten soviel Spaß an diesem Kampf, das wir den kleinen Kerl nun endlich einen Namen gegeben haben: Wir taufen dich auf den Namen "Roger Federer", weil die Härchen an deinen Ohren wie kleine Federn aussehen.

Wenn man genau hinsieht sind die Haare bei Federer doch auch so büschelig, wie die Ohren bei unserem Roger.

(Dieses Bild ist geklaut, dafür aber künstlerisch verfremdet. Man möge es mir nachsehen.)


28 Januar 2010

Winterlicher Sonnenuntergang

Es ist bitterlich kalt. Einen Hund setzt man bei dieser Kälte nicht vor die Tür, sagt man. Aber die Sonne scheint. Das Licht verspricht einen schönen Sonnenuntergang. Den letzten sonnigen Tag vor einer Woche hatte ich schon, mit einer Ausrede, nutzlos verstreichen lassen. Also los! Die Hauptstraßen sind gut befahrbar, aber auf den Nebenwegen wird es sehr, sehr glatt. Da meine Blicke immer in die Gegend schweifen, fahre ich nur im Schritttempo, um ja möglichst schnell anhalten und ein Foto zu schiessen zu können. So trödel ich durch die Gegend und plötzlich wird mir bewußt, wie schnell doch die Sonne untergeht. Ich muss unbedingt einen guten Standort haben, aber das sollte man nicht auf die letzten Minuten machen. So bleibt mir nur der nächste Acker und die Knicks für das spektakuläre Ereignis, das so oft geschieht, dennoch immer wieder aufs Neue fasziniert.





Einige Fotos habe ich mit 2fach Tele, andere mit 0,75WW (alle ohne Filter) aufgenommen. Am Ende sind mir die Füsse und Hände mächtig kalt geworden und ich habe mich schleunigst, trotz des spiegelglatten Weges, auf den Heimweg begeben.

01 Januar 2010

Rückblende 2009

Ausgewählt für eine Rückblende in 2009 aufgenommen oder bearbeitet.


31 Juli 2009

Industriebrache Alsen alse{n}cco

Wandmalerei gab es schon vor über 30000 Jahren, damals als Höhlenmalerei und vielleicht als Ausdruck spiritueller oder religiöser Wahrnehmung. Der religiöse Gedanke leitete auch die späteren Künstler, wie im alten Ägypten, Griechenland usw. Die mir spontan so einfallen, wie Michelangelo, Rafael u.a., sie malten "al fresko" auf den frischen, feuchten Putz bzw. Untergrund. Andere Künstler führten ihre Arbeiten dann "al secco" aus, auf den trockenen Untergrund (z.B.: Da Vinci: Das Abendmahl). Dies ist eigentlich auch die Technik für die Graffiti, wie sie hier, auf der Industriebrache von Alsen in Itzehoe, zu sehen sind. Ein Vergleich mit den anderen Bildern sollte nicht angestellt werden, aber es sind sicherlich ähnliche, beinahe archetypische Empfindungen, die zu den modernen "Kunstwerken" beigetragen haben. Da diese Werke immer wieder neu entstehen, lohnt sich immer mal wieder ein Besuch.

Sehen Sie hier eine kleine Bilderserie, die ich bei meinem ersten Besuch auf diesem Gelände gemacht habe (vergrößern - klick in das Bild).

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Weitere Information erhalten Sie auf der Webseite vom "Planet Alsen".

18 Mai 2009

Plötzlich ist da einer mehr im Bild

Makrofotografie ist schon ein schönes Spielfeld. Auf den Knien im feuchten Gras rutschend, angestrengt das Objekt der Begierde, den Baumweißling, in den Fokus zu bannen, sieht und hört man nichts mehr. Anschließend am Computertisch, huch, da ist doch noch etwas! Eine klitzekleine gefleckte Schrecke läßt sich vom Nachbarn nicht stören.

Makro Tests mit Kantenzeichnung

Eigentlich wollte ich ja einen Rüsselkäfer auf einem Rosenblatt mit dem Makro testweise aufnehmen. Aber der hatte sich für mich unsichtbar verkrochen. Dafür habe ich dann diese Fliege, die sich in einem Spinnenfaden verfangen hatte, aufgenommen. Anschließend habe ich im digikam-Programm die Kantensuche eingschaltet und schon hat man eine Kohlezeichnung fertig. Ist doch fantastisch, oder?
(wer weiß, um welche Fliegenart es sich handelt - bitte als Kommentar eingeben.)

25 März 2009

Stimmungsvolle Sonnenuntergänge

Sonnenuntergänge ohne Filter und mit geringsten Bildkorrekturen.
Trotzdem sehen einige Bilder sehr unwirklich aus, aber so ist es halt.

Bild oben und unten: Anfang Februar 2009 im AÖZA-Gelände in Albersdorf.
Linkes Bild: Mitte März im Wesselburener Koog.


17 März 2009

Terminal2

Versuch einer Belichtungsreihe:
Kameramarke/Kameramodell: Canon PowerShot A650 IS
Aufnahmedatum: 2009:03:17 19:21:43
Blendenwert: 2,97 EV (f/2,8)
ISO-Geschwindigkeitsabschätzung: 200
Blitzlicht: Blitz löste nicht aus, erzwungener Blitzmodus.
Messmethode: Raster
Brennweite: 7,4 mm


Bild 1

Belichtungsreihe: ISO 200; f2,8; 1/25s; EV -1
Von Schnappschüsse


Bild 2

Belichtungsreihe: ISO 200; f2,8; 1/8s; EV 1

Von Schnappschüsse


Bild 3

Belichtungsreihe: ISO 200; f2,8 ; 1/50s; EV -2

Von Schnappschüsse


Bild 4

Belichtungsreihe: ISO 200; f2,8; 1/8s; EV 2

Von Schnappschüsse


Bild 5

Belichtungsreihe: ISO 200; f2,8; 1/15s; EV 0

Von Schnappschüsse

26 Dezember 2008

Farbspiele des Lichtes

Erste Testaufnahmen mit dem Canon-Hacker-Development-Kit CHDK. Die Aufnahme ist aus einer Belichtungsreihe von 5 Bildern (F8, 1/2s, 100 ISO, ohne Blitz, Neon-Arbeitslampe) zusammengesetzt. Das Skript dafür habe ich im Forum http://www.wirklemms.de/chdk/forum/ gefunden.

Der linke Glaskörper weist starke Fehler (Inklusien) auf.

21 August 2008

Bruchlandung einer Mosaikjungfer

Immer wieder sehe ich die herrlichen Jäger in atemberaubender Geschwindigkeit über den Rasen fliegen. Nie bekomme ich sie im Flug vor die Linse. Sie sind einfach zu schnell. Jetzt sah ich eine große Libelle im Gras sitzen. Vorsichtig pirschte ich mich an. Die Kamera war vor lauter Aufregung natürlich falsch eingestellt, trotzdem erst mal fotografiert und dann immer dichter heran und neu eingestellt. Die Mosaikjungfer gebärdete sich immer wieder wie wild, nur richtig abheben konnte sie nicht und je mehr sie sich abkämpfte desto schlimmer wurde es. Ihr Flügel hatte einen Knacks bekommen. Erschöpft ließ sie sich von mir in die Hand nehmen. Ich hatte das Gefühl, sie war froh, aus dem Gras zu heraus zu kommen. Ich setzte sie auf die Blüte einer Gazanie, in der Hoffnung das eine Fliege vorbeikommt und für die Libelle zum Futter wird. Aber mittlerweile ist sie bereits sehr schwach geworden. Es sind nun schon 2 Tage her, dass sie mit gebrochenen Flügel an der Stelle bleibt. Mittlerweile ist sie wieder im Gras gelandet. Damit ich nicht versehentlich drauf trete habe ich ein kleines Gitter herum gemacht.

10 August 2008

Ende einer Wasserjungfer

Eine Raubfliege hat eine Wasserjungfer bzw. Libelle erjagt. So wird ein Jäger zur Beute des nächsten Jägers.

02 Juli 2008

Start zum Jungfernflug

Ein prüfender Blick aus der Kinderstube der Meisen. Die Nächste will auch mal rausgucken. Mama und Papa Meise locken irgendwo vom Baum und wollen das die Kleinen ihren ersten Flug starten.

Sicherheitshalber antwortet die Kleine schon mal: " Wie soll ich hier rausfliegen, wenn mir einer 'ne Kamera vor den Schnabel hält?".

Aber dann geht alles so schnell, da komme ich mit der Kamera nicht mehr hinterher. Schwupps ist der Nachwuchs irgendwo auf dem Baum in der Nähe der Eltern geladen. Die Geschwister bleiben erstmal im sicheren Nest zurück und es dauert eine ganze Weile bis die nächste sich getraut. Schliesslich sind alle in der Nähe auf einem Baum gelandet und bekommen von den Meiseneltern die Welt gezeigt. Am Ende des Tages kehren alle Jungen wieder ins Netz zurück, um am folgenden Tag wieder die Welt zu erkunden.

12 Mai 2007

Schatten auf der Scheibe


Mit welchem Fuss wischt sich die Fliege das Maul oder reibt sie sich die Augen?
Der Schatten auf der Fensterscheibe scheint sie nicht zu irritieren.


Eigentlich muß man sich die Position so vorstellen:


03 März 2007

Die ersten Blütenbesucher im Jahr

Mit den ersten wärmenden Sonnenstrahlen öffnen sich die Blüten der Krokusse und
die ersten Besucher laben sich am süßen Nektar.




Die Schneeglöckchen haben sich bereits im Februar gezeigt. Da dachte ich noch, wenn das mal nicht ein bißchen früh ist. Aber wie man sieht, hat es nicht geschadet.

Wir werden mal sehen, ob dieses Jahr, nach dem milden Winter, ein Jahr der Krabbler wird.

07 September 2006

Da leck ich mir doch die Finger



Diesem Heupferd scheinen selbst die eigenen Füsse zu schmecken oder wie sagt Karl-Heinrich: "Klei mi an de feut"?

28 August 2006

Brüder zur Sonne, zur Freiheit


An einem schönen Sommertag kam meine Frau zu mir und zeigte mir, in ein Papiertaschentuch geknüllt "Guck mal, was für einen hübschen Käfer ich bei meinen Blumen gefunden habe" - "Ja, eine hübsche Feuerwanze", sagte ich. Worauf sie dann nur "Ihgittigitt" sagen konnte und mir alles in die Hand drückte. Nach einer kurzen Fotosession kam die Wanze wieder in die Freiheit.

Aber ein Foto der Wanze etwas künstlerisch auf Vordermann gebracht, vergrößert und eingerahmt ist meine Frau jetzt ganz stolz auf ihre Entdeckung.

23 August 2006

Sumpf-Heidelibelle





Im Flug hat diese immer seltener werdende Sumpf-Heidelibelle eine Rhododendronzikade erwischt und lässt sich im wenigen Sonnenschein die Mahlzeit schmecken.




21 August 2006

Wanzenkomplott




obere Bildreihe: 2 Lederwanzen, Feuerwanze
mittlere Bilder: Schild-, Streifen-, Zimtwanze
untere Reihe: Grüne Stinkwanzen, Larve, Weichwanze

Ausgesaugt





Schnabelfliegen, die Geier unter den Fliegen.