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Kaisermantel


Kaisermantel

Der Kaisermantel (Argynnis paphia) ist ein Schmetterling (Tagfalter) der Gattung Argynnis aus der Familie der Edelfalter. Er ist der größte mitteleuropäische Perlmutterfalter.
Merkmale
Die Falter erreichen eine Flügelspannweite von 55 bis 65 Millimetern in Mitteleuropa. Die Flügeloberseiten der Männchen sind leuchtend orange und haben braune Flecken, an den Adern 1 – 4 befinden sich dunkle Duftschuppenstreifen.
Kaisermantel (Männchen)

Kaisermantel (Weibchen)
Die Weibchen sind dunkler und etwas grünlicher, die Duftschuppenstreifen fehlen, dafür sind die dunklen Flecken entlang des Vorderrandes der Vorderflügel kräftiger. Die Flügelunterseiten der Vorderflügel sind blass orange, die Hinterflügel sind graugrün überdeckt mit einem schmalen, etwas geschwungenen Band vom Vorderrand zum Innenrand, dem der Falter auch seinen deutschen Namen Silberstrich verdankt.
Kaisermantel
Kaisermantel

Vorkommen


Argynnis paphia ist weit verbreitet und häufig in Europa. Sie leben an sonnigen Waldrändern, blütenreichen Waldlichtungen mit strauchbewachsenen Rändern und auf von Wald eingeschlossenen Wiesen, besonders im Bergland. Nur selten verlassen die Falter die Waldgebiete.

Lebensweise
Die Falter fliegen jährlich in Mitteleuropa in einer Generation von Juni bis August. Sie saugen mit Vorliebe an Brombeerblüten, Skabiosen und Distelköpfen. Bei der Balz verfolgt das Männchen das Weibchen und umkreist es dabei von hinten unten nach vorn und von vorne oben nach hinten zurück, während das Weibchen mit gleichmäßigem Flattern ganz gerade fliegt. Das Männchen sendet dabei einen Lockstoff aus Duftschuppen aus. Wenn das Weibchen paarungsbereit ist, landet es auf einem Busch oder überhängenden Baumzweig und streckt seinen Hinterleib nach oben. Dabei gibt es aus Drüsensäcken ebenfalls einen Lockstoff ab. Die Vereinigung findet auf Blüten, Blättern oder am Boden statt, häufig so fest, dass das Paar vereinigt bleibt und das eine Individuum das andere mit herumträgt. Die Eier werden an Baumstämmen (besonders an Kiefern und Fichten) abgelegt, in deren Nähe Veilchen wachsen.
Das Weibchen beginnt in etwa 1 – 2 m Höhe sprungweise, jedes mal nur einige Flügelschläge ausführend, an dem Baum aufwärts zu flattern. Zugleich umfliegt es etwas spiralig den Baum, um in Abständen von 1⁄2 - 2 m je ein Ei abzusetzen. Es gibt aber auch Beobachtungen (z. B. aus Brandenburg), bei denen nie Eier an Stämmen und stattdessen an Veilchen abgelegt wurden.

Entwicklung
Die Raupen schlüpfen im Spätsommer und verstecken sich am Stamm, ohne zu fressen, um zu
überwintern. Erst im nächsten März werden sie wieder aktiv und kriechen nach unten, um
Nahrungspflanzen zu suchen, und beginnen zu fressen. Am Tag halten sie sich auf der Unterseite von
Blättern verborgen und kommen nur in der Nacht hervor. Sie verpuppen sich an Kiefern oder an Zweigen
in Bodennähe.

Nahrung der Raupen
Die Raupen ernähren sich von den Blättern von Echtem Mädesüß, Wohlriechenden Veilchen , Wald-Veilchen  und anderen Veilchenarten.

Quellen
www.schmetterling-raupe.de
wikipedia.org/wiki/Kaisermantel

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