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Neues aus der Bütt

Plattbauch - Libellula depresso Die Schafskälte soll jetzt vorüber sein, heute ist es schon bedeutend wärmer und vor allem ist es trocken. Alle zwei bis drei Tage klappere ich meine Stationen beim Eisvogel und Uhu ab. Das Eisvogelpaar hat sich zwar immer mal im rasanten Vorbeiflug gezeigt, aber scheinbar ist aus der Bruthöhle vor meinem Ansitz nichts geworden, denn dafür zeigen sich die Vögel zu selten. Es scheint wohl nur der Versuch gewesen zu sein, dort ein Nest an zu legen, aber wirklich abschließend möchte ich dazu noch nichts sagen. Der Zaunkönig benutzt sein Nest aber noch. Auf dem Rückweg beobachtete ich am anderen Teich noch einige Plattbäuche (Libellula depresso - ein Espresso wär mir jetzt lieber). Rätselraten - 3 oder 4 Uhus Auf der Rückfahrt will ich noch einen Blick auf die Nestlinge in der Bütt werfen. 5-7 Wochen soll die Nestlingszeit dauern und dann werden sie als Ästlinge auf einem der benachbarten Bäume sitzen und können sich nicht mehr ganz so gut in ihr...

Er ist wieder da …

Gerade will man sich etwas  ausruhen – und dann bricht sich da so ein Zweibeiner seinen Weg durch das Gebüsch und verschwindet in so einem komischen Dings da, dass er am Ufer aufstellt, genau unter meinem Ausgucksast. Dann schauen da unheimliche Augen raus und dazu auch dieses merkwürdige, noch nie gehörte Geklicke. Aber scheinbar tut's nicht weh, denn der Nestnachbar Zaunkönig meckert zwar Lauthals, lässt sich aber davon wenig beeindrucken. Also kann man sich auch mal die Sache etwas näher ansehen. Ich nenne ihn Schuppe. Der Name kam mir sofort in den Sinn, als ich noch die Schuppenreste eines kleinen Fisches an seinem Schnabel sah. Über eine halbe Stunde hat er sich geziert bis er sich traute, denn er und natürlich auch seine Partnerin sind arg im Stress. Die Elternpflichten  müssen erfüllt werden und fordern von Hahn und Henne vollen Einsatz. Beide verschwinden abwechselnd im Dickicht des Wurzelballens des umgestürzten Baumes am Ufer. Nur spitze Signalrufe müssen...

Daunenpuschel unter sich

Seit einigen Wochen beäuge ich 3 Daunenfederpuschel, von denen mich auch immer einer im Blick hat, wenn sie denn nicht gerade alle auf Tauchstation sind. Dann ducken sie sich so tief in die Kiste, dass man keinen Zipfelchen bzw Feder von ihnen mehr wahrnehmen kann. Handy-Aufnahme aus ca. 60m Anfangs hatte ich nur ein paar Federohren gesehen bzw. vermuten können. Bis ich auf die Idee kam, mal etwas weiter weg mein Stativ auf zu bauen, und schon konnte ich einen Blick in die Kiste werfen. Zwar sah ich erstmal nur zwei Federbälle mit Kulleraugen, aber etwas später hatte ich dann auch den Dreierpack im Visier. Es sieht so aus, als wenn die drei sich nicht mehr in der Kiste total verstecken könnten. aber sie können es dennoch.  2 Tage zuvor hatte ich einen Schreck bekommen, weil ich nichts von ihnen sehen konnte und dachte nun sind sie weg und ich habs verpaßt. Sicherheitshalber hatte ich dann noch mal nach gesehen und siehe da, alle drei sind noch in der Kiste. ...

Knopfauge sei wachsam

Mäusebussard Da sitze ich nun und warte, lauere. Die Sonne scheint - aber in meinem Beobachtungszelt ist es abgedunkelt und die Kälte vom Wasser zieht mir in die Knochen. Immer befürchte ich einen Krampf in den Zehen, je kälter die Füße werden. Draußen tut sich scheinbar nichts. Hin und wieder bläst mir eine kalte Brise durch den Beoachtungsspalt ins Gesicht, kräuselt das Wasser des Fischteiches. Hat sich da nicht was bewegt? Ins Undurchdringliche huscht das Rotkehlchen, vor die Linse will es nicht. Langeweile. Mein Bauchgefühl, heute bekommst du das tollste Bild, war wohl wieder mal nichts. Stunden sitze ich, scheinbar umsonst, genieße aber die Stille, kaum ein Vogel zu hören, oder? Nein, ein Hubschrauber dröhnt in der Ferne über dem Dorf oder an der Autobahn, dreht seine Runden, scheucht dafür aber einige Elstern in den nahe stehenden Bäumen auf. Da, ein Bussard kreischt ein langgezogenes „ hiijääh “, nutzt die Thermik und zieht seine Kreise über den abgeernteten Feldern. Wo...

Nimm Platz und hau ab...

Einen Vogel im Anflug zu fotografieren ist gar nicht so einfach. Nicht nur das man alles richtig eingestellt haben muß, auch der Zeitpunkt, die Entfernung, der Blickwinkel, das Licht und so weiter muß stimmen. Kurz, man muß einfach Glück haben. Wie hier beim fliegenden Edelstein, dem Eisvogel. ein fliegender Edelstein nimmt Platz Das geht dann so schnell, daß es einem erst hinterher klar wird, welch ein Glück man hatte. In dieser Serie (Beginn links oben) ist der Vogel anfangs etwas weiter weg, so ca. 20-25m. Da hält man die Kamera drauf, dann ist er aus dem Sucher raus und Überraschung, plötzlich ist er praktisch 4m vor der eigenen Nase angekommen und setzt sich genau dahin, wo der Altvogel sonst auch immer sitzt (Reihenfolge der Bilder von links unten nach rechts). Dies ist ein Jungvogelweibchen, erkennbar an den noch nicht ganz roten Beinen. Zur Aufnahme: f6.3, 1/800s; in den Exifdaten habe ich die Möglichkeit, neben der originalen Uhrzeit h:m:s noch die sub-seconds time, a...

Entenballett

Wenn Tiere sich wohl fühlen ...

Blüte im Intervall

Die Blüten der Nachtkerze entfalten sich des Abends und locken mit ihrem Duft am anderen Morgen die Immen und Schwebsen. Eine ganze Zeit lang habe ich mir Abend für Abend das Schauspiel betrachtet und nur immer einige Fotos gemacht. Für eine Fotoreihe mit dem Stativ war es meist zu windig, zu feucht oder zu kalt und wenn es denn soweit war, war es auch wieder zu dunkel. Also kurzum, eine Pflanze, deren Blüte so weit war, wurde ausgraben, in einen Eimer gesetzt, ins Arbeitszimmer verfrachtet und eine Fotosession vorbereitet. Alles schön in Position gebracht, prima ausgeleuchtet, Intervall-Fernbedienung programmiert, Testreihe aufgenommen und dann gewartet. Tagesschau vorbei ... es war 20.30 Uhr - eigentlich könnte es ja losgehen. Aber die Schöne zierte sich noch und blieb verschlossen. Vielleicht hatte sie das Umtopfen aus den Tritt gebracht? Hatte sie nicht genügend Wasser? Zu wenig Erde? Es wurde immer später, bis denn, so um 23 Uhr, bei mir der Groschen fiel ... es war der Knosp...