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Übermüdeter Jäger - Vierfleck

Gegen Abend entdeckte meine Frau eine Libelle im Gras. Aufgeregt rief sie mich und lockte mich damit vom Computer weg. Ich ahnte das es da was Interessantes zu sehen gab, schnappte die Kamera und folgte ihrem Zeigefinger: "Da, da ist was Grosses!".
Vorsichtig näherte ich mich, erkannte eine mir nicht bekannte Libellenart. Jetzt wurde ich hektisch. Bevor sie sich erhob und davon schwebte, wollte ich wenigstens ein paar Bilder haben. Die Kamera hatte noch Weitwinkel-Konverter drauf. Egal, den wollte ich nicht abnehmen, um keine Zeit zu verlieren. Nach jeder Aufnahme wagte ich mich ein bißchen näher ran. Das Tier störte es nicht. Aber so richtig bekam ich sie nicht ins Bild. Immer mutiger werdend, schob ich der Libelle vorsichtig ein Blatt unter und verfrachtete das Tier auf einen Zweig, an dem sie dann bis zum nächsten Morgen hängen blieb. Jetzt konnte man auch die Zeichnung der Flügel viel besser erkennen. Nun hatte ich auch genügend Zeit für einen Objektivwechsel und holte die Makrovorsatzlinse (Raynox 250, Bild Mitte)  raus.

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Gerade will man sich etwas  ausruhen – und dann bricht sich da so ein Zweibeiner seinen Weg durch das Gebüsch und verschwindet in so einem komischen Dings da, dass er am Ufer aufstellt, genau unter meinem Ausgucksast. Dann schauen da unheimliche Augen raus und dazu auch dieses merkwürdige, noch nie gehörte Geklicke. Aber scheinbar tut's nicht weh, denn der Nestnachbar Zaunkönig meckert zwar Lauthals, lässt sich aber davon wenig beeindrucken. Also kann man sich auch mal die Sache etwas näher ansehen. Ich nenne ihn Schuppe. Der Name kam mir sofort in den Sinn, als ich noch die Schuppenreste eines kleinen Fisches an seinem Schnabel sah. Über eine halbe Stunde hat er sich geziert bis er sich traute, denn er und natürlich auch seine Partnerin sind arg im Stress. Die Elternpflichten  müssen erfüllt werden und fordern von Hahn und Henne vollen Einsatz. Beide verschwinden abwechselnd im Dickicht des Wurzelballens des umgestürzten Baumes am Ufer. Nur spitze Signalrufe müssen...

Moorlilie, seltene Blume mit vielen Namen

Mit der Wahl zur Blume des Jahres 2011 hat die "Loki Schmidt"-Stiftung die Moorlilie (Narthecium ossifragum) und ihren gefährdeten Lebensraum, das Moor, ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Die Moorlilie kommt in Hoch- und Heidemooren sowie in Übergangsmooren und Feuchtheiden mit Glockenheide, gelegentlich auch in Gagel- und Weidengebüschen sowie in Moorgräben vor. Feuchte bis nasse, nährstoffarme, saure, torfige Moorböden werden von ihr bevorzugt. Moorlilien, Beinbrech Die Moorlilie ist eine bundesweit gefährdete Pflanzenart (Rote Liste 3), die nach der Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt ist. Mit der Wahl von Narthecium ossifragum zur Blume des Jahres 2011 soll aber vor allem für die spezielle Moorflora und damit auch für die Erhaltung und Renaturierung von Mooren geworben werden. Wir haben diese schöne Blume nahe dem Elsdorfer Forst-Gehege auf einer versteckten Orchideen-Wiese entdeckt. Moorlilie Die Moorlilie wird auch Beinbrech, Ährenlilie, H...

Wespenspinne

Die Wespenspinne (Argiope bruennichi), auch Zebraspinne, Tigerspinne oder Seidenbandspinne ist eine Spinne aus der Familie der Echten Radnetzspinnen. Die große und sehr auffallend gezeichnete Art wurde 2001 durch die Arachnologische Gesellschaft (AraGes) zur Spinne des Jahres gewählt. Beschreibung Während Männchen nur eine Körperlänge von sechs Millimetern erreichen, werden Weibchen mit bis zu 25 Millimetern deutlich größer. Unverwechselbar ist bei den Weibchen der gelb-weiß gestreifte Hinterleib, der mit schwarzen Querbändern wespenähnlich gezeichnet ist, und der silbrig-weiß behaarte Vorderleib. Die hellbraunen Männchen mit undeutlicher dunkler Zeichnung sind wesentlich unauffälliger. Wespenspinne mit Beute Verbreitung und Lebensraum Die Wespenspinne war bis vor etwa 50 Jahren vor allem im südlichen Europa verbreitet, in Mitteleuropa sehr selten. Seitdem hat die Art ihr Areal stark vergrößert und ausgedehnt. Mittlerweile ist sie in fast allen europäischen sowie in einig...