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Blüte im Intervall

Die Blüten der Nachtkerze entfalten sich des Abends und locken mit ihrem Duft am anderen Morgen die Immen und Schwebsen. Eine ganze Zeit lang habe ich mir Abend für Abend das Schauspiel betrachtet und nur immer einige Fotos gemacht. Für eine Fotoreihe mit dem Stativ war es meist zu windig, zu feucht oder zu kalt und wenn es denn soweit war, war es auch wieder zu dunkel. Also kurzum, eine Pflanze, deren Blüte so weit war, wurde ausgraben, in einen Eimer gesetzt, ins Arbeitszimmer verfrachtet und eine Fotosession vorbereitet. Alles schön in Position gebracht, prima ausgeleuchtet, Intervall-Fernbedienung programmiert, Testreihe aufgenommen und dann gewartet. Tagesschau vorbei ... es war 20.30 Uhr - eigentlich könnte es ja losgehen. Aber die Schöne zierte sich noch und blieb verschlossen. Vielleicht hatte sie das Umtopfen aus den Tritt gebracht? Hatte sie nicht genügend Wasser? Zu wenig Erde? Es wurde immer später, bis denn, so um 23 Uhr, bei mir der Groschen fiel ... es war der Knosp...

In der Tiefe des Raumes...Pustekuchen

Mir schwirrt immer noch der Kopf. Schärfentiefe hin, Tiefenschärfe her oder wie berechne ich das DOF? Nein, ist das doof, das DOF - ich fang gleich an zu lispeln: Depth of field. Wieviel Raum ist denn nun in der Pusteblume? Der Netzer kam ja "Aus der Tiefe des Raumes". Was hat das damit zu tun? Kam mir nur so in den Sinn. - Jetzt mach ich erst mal einfach ein paar Stack's, frei nach Schnauze. Tief Luft geholt und ausgeschnaubt und schon fliegen die Teile davon und dann ist bald nichts mehr da, was zu fotografieren sich lohnt. Viele Sporen schweben durch den Raum, wie Raumschiff 'Kenterprice'. Blitze machen die Supernovae und tauchen die Puste in ein schönes grelles Licht, gespiegelt von den Wassertropfen. Schaut auf die Bilder und sagt was ihr davon haltet...ich sag nur Pustekuchen.  ( Größer wird's, wenn mitten hinein geklickt und dann links oben auf Vollbild klicken )

Start ins Leben

Der Schrei nach Futter noch immer hungrig Alle Eltern haben es nicht leicht mit ihrem Nachwuchs. Auch bei Blaumeisen geht es nicht anders zu. Erst wird gefüttert....      und hinein damit. Harte Landung...    Schön den Schnabel auf...

Die Welt in einem CM

Zwischen den Rhodedendron-Büschen wächst ein artfremder Zweig, den ich eigentlich schon längst entfernen sollte (sagte meine Chefin). Nun hab ich ihn mir mal angesehen und fand Erstaunliches, was mich zur Kamera greifen liess. Da rasen ein, zwei Ameisen den Stamm rauf und runter und inspizieren jeweils die Blätter. Zu anderen Zeiten können es auch wesentlich mehr Ameisen sein. Was diese Ameisen kontrollieren sind Gallen an den Blattschäften. Da es sich wohl um eine Sauerkirschart handelt, zwei tragende Bäume stehen nebenan und haben gleiche Blätter.  Ich vermute, dass es sich um Gallen der Gallmilbe handelt und scheinbar sondern die eine Flüssigkeit aus, auf die die Ameisen scharf sind. Beim Versuch, die Tierchen bei ihrer Arbeit abzulichten, kam mir der Gedanke mal die Geschwindigkeit von Ameisen, mit Hilfe einer Fotostrecke, zu messen. Daher sieht man auf dem Foto noch die mm-Skala. Leider klappte es ganz und gar nicht. So konnte ich nur aus einzelnen Bildern die Größe der ...

Kommt ein Vogel geflogen...

... setzt sich nieder auf einen Ast, hört das Geklacker der Kamera - schlimmer als ein Maschinengewehr - und fliegt erschreckt davon. Das alles in weniger als einer halben Sekunde! Hauptsache die Blaumeise hat sich dabei nicht verschluckt. Hier will ich bleiben... ...immer dieser Lärm in der Mittagspause! Ist ja nicht aus zu halten... ...bloß schnell weg!

Kampf gegen Fressmaschinen

Jedes Jahr erfreut uns der Anblick des wüst wachsenden Gilbweiderichs unter einer Zeder. Doch dieses Jahr ist der Wurm drin, bzw. die Afterraupe. Mit einem unermesslichen Appetit fressen diese, an sich ja niedlich aussehenden Tierchen, die Blätter des Gilbweiderichs. Zuerst nagen sie nur Löcher in die Blätter, während sie auf der Unterseite der Blätter ihre Verdauungspause im eingerollten Zustand verbringen. Nur der Mors ragt aus dem Kringel empor. Sobald sich die Sonne eintrübt oder in den Dämmerungen fangen sie mit der Fressorgie an. Werden die Blätter bewegt fallen die Raupen eingekringelt auf den Boden. Abgeschüttelt am Boden liegend, wird nach kurzer Pause wieder der Aufstieg in das nun löchrige Blätterdach genommen und das große Fressen geht weiter. Irgendwann im Juli sollen sie sich dann verpuppen und nach diesem Stadium entsteht dann als Imago die minierende Blattwespe der Gattung Monostegia abdominalis. Diese legen dann die befruchteten Eier an den Blattstengeln ab und d...

Übermüdeter Jäger - Vierfleck

Gegen Abend entdeckte meine Frau eine Libelle im Gras. Aufgeregt rief sie mich und lockte mich damit vom Computer weg. Ich ahnte das es da was Interessantes zu sehen gab, schnappte die Kamera und folgte ihrem Zeigefinger: "Da, da ist was Grosses!". Vorsichtig näherte ich mich, erkannte eine mir nicht bekannte Libellenart. Jetzt wurde ich hektisch. Bevor sie sich erhob und davon schwebte, wollte ich wenigstens ein paar Bilder haben. Die Kamera hatte noch Weitwinkel-Konverter drauf. Egal, den wollte ich nicht abnehmen, um keine Zeit zu verlieren. Nach jeder Aufnahme wagte ich mich ein bißchen näher ran. Das Tier störte es nicht. Aber so richtig bekam ich sie nicht ins Bild. Immer mutiger werdend, schob ich der Libelle vorsichtig ein Blatt unter und verfrachtete das Tier auf einen Zweig, an dem sie dann bis zum nächsten Morgen hängen blieb. Jetzt konnte man auch die Zeichnung der Flügel viel besser erkennen. Nun hatte ich auch genügend Zeit für einen Objektivwechsel und holte d...